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Von Palazzi, Palermo und Pistazien-Parfait


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Ausgesuchte touristische Highlights Siziliens

Sizilien ist als größte Mittelmeerinsel mit einer Fläche von über 25.000 km² vermutlich nur durch eine mehrwöchige Rundfahrt wirklich zu entdecken.  Entscheidet man sich, so wie wir, für zwei bis drei Standorte, kann man von diesen aus auf Entdeckungstouren gehen und sicherlich einen ersten Eindruck von der Vielfalt dieser Insel bekommen. Aufgrund der zentralen und strategischen Lage im Mittelmeer haben angefangen bei den Griechen fast alle Kulturen rund um das Mittelmeer hier ihre Spuren hinterlassen.
Wir starten die Entdeckung der Insel im Südosten in der Region Catanien, fahren quer durch die Insel in den Norden nach Cefalú, in die Nähe Palermos und machen abschließend einen kurzen Abstecher in die Nähe Taorminas, um den Ätna zu entdecken. Doch lesen Sie nun selbst.
Syrakus:
In der Antike galt Syrakus als eine der schönsten und größten griechischen (!) Städte. Im archäologischen Park Neapolis, einer grünen Oase in der Nähe des Zentrums, befindet sich eines der größten, griechischen Theater. Dieses wirkt normalerweise sicher sehr beeindruckend auf seine Besucher, wenn nicht gerade Bauarbeiten in Gang sind und alles für eine moderne Aufführung vorbereitet wird. Von den obersten Sitzreihen hat man einen wunderbaren Blick auf die Stadt und das Meer. Die Überreste eines römischen Amphitheaters befinden sich ebenfalls dort.
Die hervorragend sanierte Altstadt auf der Insel Ortygia, auf der die meisten historischen Sehenswürdigkeiten zu finden sind, entdeckt man am besten zu Fuß: sei es der Brunnen Fonte Aretus, die Palazzi rund um die Piazza Archimedes oder der imponierende Dom von Syrakus.
Wer durch die vielen Sehenswürdigkeiten hungrig geworden ist, sollte in den vielleicht besten Feinkost-Laden bzw. Schnellimbiss gehen, den wir je gefunden haben: Fratelli Burgio in der Piazza Cesare Battisti 4 am Rande der Altstadt. Hier am Ende des Marktes treffen wohlhabende Sizilianer auf Hafenarbeiter und hin und wieder verirrt sich auch mal ein Tourist hierher. Neben den vielen Köstlichkeiten, die man kaufen kann, bekommt man dort  Antipasti und Panini, die Ihresgleichen suchen. Ich habe dort das beste Panini (in Slowfood-Qualität!) meines Lebens gegessen und das beste Olivenöl, das ich je probiert habe, auf Empfehlung gekauft.

Cassibile, Avola und Noto:
Nur ein Stückchen weiter südlich findet man den Ort Cassibile, ein wenig heruntergekommen und auch nur deshalb sooft von uns besucht, weil er in der Nähe des ersten Hotels lag und die Café-Bar Valentino beheimatet, die mit hervorragendem Cappuccino, Croccanti, Gelati und Arancini aufwartet. Bei letzterem handelt es sich um eine sizilianische Spezialität, nämlich gefüllte und frittierte Reisbällchen, die nach einer Radtour hervorragend den Speicher wieder aufladen und hier am besten schmecken: direkt an der Dorf-Hauptstraße.
Beindruckender ist da schon Avola und das Tal Cava Grande del Cassibile, eine Schlucht mit einer Tiefe bis zu 250 Metern, in die man hinabsteigen und antike Höhlengräber finden kann. Das heutige Avola ist, nachdem ein Erdbeben Avola Antica 1693 vollständig zerstört hat, ab 1695 aufgebaut und angelegt worden. Hier finden sich Häuser und Kirchen des späten Barock.
Wenige Kilometer entfernt liegt Noto, die „Hauptstadt“ des sizilianischen Barock und Weltkulturerbe der Unesco. Auch Noto wurde durch das Erdbeben komplett zerstört und daraufhin planmäßig und einheitlich im Stil des sizilianischen Barocks neu aufgebaut.
Piazza Armerina:
Für unsere nächste Station im Norden der Insel, in Cefalú, fahren wir mit dem Auto quer über die Insel und zwar bis Piazza Armerina über kleine Straßen, was sich durchaus abenteuerlich gestaltet, aber wunderbare Landschaftsblicke ermöglicht. Die Stadt selbst ist nicht weiter schön und aufregend und wir, wie die meisten Besucher kamen wegen der Villa Romana del Casale. Diese Villa, die um 300 n. Chr. entstand, verdankt einer jahrhundertelang weilenden Schlammpackung, die hervorragende Erhaltung von Boden- und Wandmosaiken. Die „Bikini-Mädchen“ zählen mit zu den berühmtesten. Diese beeindruckende Villa eines Fürsten – so vermutet man heute – soll eine Art Jagdsitz gewesen sein. Der untypische Standort im Tal anstatt auf einem Hügel und viele Szenen auf den Mosaiken können aber auch den Schluss zulassen, dass man sich hier ein wenig versteckt nicht nur dem Jagen widmete.
Cefalú und Palermo:
Nun zur Perle im Norden: Cefalú, am Fuß der Rocca di Cefalú, eines 270 Meter hohen Kalkfelsens zwischen Palermo und dem Capo d’Orlando. Die Normannen prägten die Stadt im 13. Jahrhundert und bauten die Kathedrale im Zentrum des Ortes. Das Hotel Kalura, ein wenig außerhalb in der Nähe des Hafens gelegen, ist ein sehr gute Möglichkeit fußläufig zu wohnen und dem quirligen und tagsüber mit Touristen vollgestopften Örtchen, die busseweise für wenige Stunden herangekarrt werden, zu entfliehen. Von dort aus hat man einen einzigartige Blick aufs Meer und weitere Annehmlichkeiten wie einen Privat-Strand und eine Bike-Station. Cefalú ist klein und die Höhepunkte kann man an einem Tag erlaufen. Man sollte auch unbedingt auf den Rocca steigen und die wunderbare Aussicht genießen und sich den Tempel der Diana anschauen. Es gibt viele gute Restaurants in diesem kleinen Städtchen: oben am Leuchtturm gibt es im gleichnamigen Lokal Al Faro frischen Fisch, sizilianische Pasta und das weltbeste Pistazien-Parfait. Romantisch sitzt man im Kentia direkt am Meer, hört das Wasser gegen die Felsen platschen und fast nur Sizilianisch, denn hier gehen vor allem die Einheimischen essen.
Von Cefalú aus kann man das Naturschutzgebiet der Madonie per Auto, Rad oder auch zu Fuß entdecken. Hier geht es überall steil hinauf und es ist etwas kühler als am Meer. Einsame Straßen, beeindruckende Städte und Dörfer auf Kuppen gebaut und immer wieder idyllische Marktplätze prägen hier das Bild.
Im krassen Gegensatz dazu Palermo. Die Hauptstadt Siziliens: chaotisch, laut, voll, dreckig und ein wenig verfallen. Das mag einen gewissen Charme haben, der sich mir an diesem Tag allerdings nicht erschließt. Vielleicht komme ich ja noch einmal nach Palermo (dann in Begleitung eines Einheimischen). Eines steht aber fest: Sizilien habe ich nicht zum letzten Mal bereist!
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